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  • AutorenbildAndrea Röcklinger

Kann Perfektionismus Stress erzeugen? - 7 einfache Wege aus der Perfektionismus-falle

Du willst alles perfekt machen und setzt dich ständig unter Druck? Wie du das ändern kannst und was die Auslöser für deinen Perfektionismus sind erzähle ich in diesem Beitrag.

Die perfekte Welle
Perfektionismus ist Stressverstärker Nr. 1

Welches Bedürfnis steckt hinter Perfektionismus? Der innere Antreiber „Sei perfekt!“ Kann Perfektionismus Stress erzeugen? 7 Wege aus der Perfektionismus-F­alle

Welches Bedürfnis steckt hinter Perfektionismus? Irgendwann, meist in der Kindheit, hast du erste Erfahrungen damit gemacht, wie es ist, keine Zuwendung und Anerkennung zu bekommen. Du hast gelernt nur angenommen und gelobt zu werden, wenn du alles zur Zufriedenheit der andern machst – Eltern, Erziehungsberechtige, Lehrer, Umfeld und Personen zu denen du aufgeblickt hast.


Aussagen, wie „Ich habe Angst keine Anerkennung zu bekommen, wenn nicht alles perfekt ist!“, „Ich fühle mich minderwertig, wenn ich nicht alles perfekt mache!“, „Ich muss perfekt sein, sonst lehnen andere mich ab und halten mich für einen Versager/eine Versagerin!“ sind Auslöser dein Leben so perfekt wie möglich leben zu wollen.


  • Überfürsorglichkeit und Besorgtheit der Eltern

  • keine Strukturen und Regeln

  • Rollennachahmung der Erziehungsberechtigte

  • Umweltfaktoren

  • Veranlagungen und Gene

  • Soziale und kulturelle Einflüsse

  • gesellschaftliche Werte


Diese Punkte sind nur einige Faktoren, die zu übertriebenen Perfektionismus führen können. Denn der „übertriebene“ Perfektionismus ist oft Auslöser von Stress und Überforderung.


Anzeichen von Perfektionismus Ständige Ängste und Sorgen Zwänge (Putzzwang, Ordnungswahn) Immer den höchsten Standard erreichen wollen Unterdrückung der Bedürfnisse (Schlaf, Essen)

Nervosität, Anspannung, Unruhe und Schlafstörungen


Ein gewisses Maß an „gesundem“ Perfektionismus ist sogar wichtig für die Entwicklung in deinem Leben. Gewissenhaft, korrekt, pflichtbewusst sind wichtige Eigenschaften, um in deinem Leben voranzukommen, Erfolg zu haben und deine Ziele zu erreichen.


Der innere Antreiber „Sei perfekt“ Wir alle verfügen über die sogenannten inneren Antreiber, von denen es 5 Stück gibt – „Sei perfekt!“, „Sei stark!“, „Mach es allen recht!“, „Streng dich an!“ und „Mach schnell!“.


Dies sind Eigenschaften, die du mehr oder weniger in dir trägst. Nimmt eine davon einen verstärkten Stellenwert ein, kann sich das ins Negative umkehren. Beim Perfektionisten übernimmt der Antreiber „Sei perfekt!“ die Oberhand. Wichtig dabei ist, sich das bewusst zu machen. Es geht in diesem Kontext sehr viel um deine negativen Glaubenssätze. Übertriebener Perfektionismus führt dazu, dass du nicht mit Fehlern umgehen kannst, du dauerhaft unter Stress stehst und mit vielen Situationen überfordert bist. Dieser Dauerstress führt zu Burn-Out und Depression.

Perfektionismus können wir uns wie ein Hamsterrad vorstellen – sich ewig im Kreis drehen und kein Ende in Sicht. Für Menschen, die in einer solchen Situation sind, ist es fast unmöglich aus diesem Kreislauf herauszutreten. Erst wenn der Stress und die Dauerbelastung zu körperlichen Symptomen führen, wie Kopfschmerzen, Verspannungen, Magen-Darm-Problemen, Schlafstörungen, wird etwas dagegen unternommen.


Damit du aus diesem Hamsterrad herauskommst braucht es Unterstützung von außen. Familie, Freunde und Arbeitskollegen können dir diese Unterstützung geben. Wenn du aber das Gefühl hast nicht mehr weiter zu wissen, und genau diese „Ratschläge“ überfordern dich zusätzlich ist es unausweichlich dir Hilfe von professioneller Seite zu holen.



Yoga am Berg
Ruhe und Entspannung

Kann Perfektionismus Stress erzeugen? JA. Durch oben genannte Faktoren steht ein Mensch mit übertriebenen Perfektionismus immer unter Zeitdruck und angespanntem Verhalten. Perfektionisten/Perfektionistinnen sind sehr streng mit sich selbst, sie vergleichen sich ständig und werden mit ihrer Arbeit nie fertig – weil sie aus ihrer Sichtweise, NIE perfekt genug ist. Diese Anspannung wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus – im Privatleben, im Job, bei Freundschaften und Freizeitverhalten.


7 Wege aus der Perfektionismus-Falle

1. Behalte das Ergebnis im Auge Perfektionisten verzetteln sich sehr gerne, durch ihren Anspruch an 100%igem Ergebnis schaffen und schaffen sie, kommen aber nie zu einem zufriedenstellenden Ergebnis, und dadurch auch nicht an ihr Ziel. Die „Übergenauigkeit“ führt zu einem Tunnelblick.


2. Lege deine Selbstzweifel ab

Hör auf immer wieder nach deinen Fehlern zu suchen. Konzentriere dich auf deine Stärken, dadurch kommst du viel schneller zu einem Ergebnis. Durch zu viele Selbstzweifel kommst du nicht an dein Ziel, du kannst es nie gut genug machen.


3. Vergleiche dich nicht ständig mit anderen Du bist genau richtig, so wie du bist. Du hast Stärken, Talente und Fähigkeiten dich genau zu dieser einzigartigen Person machen. Mach das Beste aus DEINEN Begabungen.


4. Verlier die Realität nicht aus den Augen

Versuche einfach einmal deine Sache gut zu machen und nicht perfekt. Gut genug ist sehr, sehr oft OK. Keiner von uns PERFEKT, kann alles – auch wenn du manchmal das Gefühl hast, es wäre so. Du siehst nicht in das Leben von anderen Menschen hinein.


5. Gestehe dir ein Fehler zu machen

Du bist nicht Super Woman/Superman. Aus Fehlern kannst du für die Zukunft lernen. Sie deine Fehler nicht als Feind, sondern als Chance. Fehler machen ist menschlich. Keiner von uns mag Menschen, die den Anschein haben 150%ig perfekt zu sein.


6. Mach einfach

Leg einfach los und tritt nicht am Stand, sonst bist du in einem Jahr noch immer dort, wo du nicht sein willst.


7. Lerne Hilfe anzunehmen

Ein sehr entscheidender Punkt für Menschen mit übertriebenem Perfektionismus. Du musst nicht alles allein schaffen. Es sind Menschen da, die dich gerne unterstützen. Lerne deine Schwächen anzuerkennen, und um Hilfe zu bitten. Dafür hast du Stärken, mit denen du jemand anderen unterstützen kannst.


Die folgende Geschichte sagt sehr gut aus, dass du nicht immer alles perfekt machen musst.


Ein Mönch hatte die Aufgabe in seinem Kloster eine Mauer zu bauen.

Da er noch nie zuvor gemauert hatte, war diese Aufgabe nicht einfach. Aber er gab er sich die größte Mühe, alle 1000 Steine, die dafür nötig waren, gerade und gleichmäßig aufeinanderzusetzen und einzupassen.


Als die Mauer schließlich fertig war, trat er voller Stolz einen Schritt zurück, um sein Werk zu begutachten. Da sah er – das durfte, doch nicht wahr sein – dass zwei Steine schief in der Mauer saßen. Ein grauenhafter Anblick!


Viele Monate später, als Besucher des Klosters im Garten umherwanderten, fiel der Blick eines Gastes auf das Mauerwerk. “Das ist aber eine schöne Mauer! “, bemerkte er.

“Mein Herr”, erwiderte der Mönche überrascht, “haben sie einen Sehfehler? Fallen ihnen denn nicht die beiden schiefen Mauersteine auf?”

Die nächsten Worte des Gastes veränderten die Einstellung des Mönches zu seiner Mauer, zu sich selbst und zu vielen anderen Aspekten des Lebens grundlegend.

“Ja“, sagte der Gast, ” ich sehe die beiden mangelhaften Backsteine, aber ich sehe auch 998 gut eingesetzte Steine.”


Der Mönche war überwältigt. Zum ersten Mal sah er, neben den beiden mangelhaft eingesetzten Mauersteinen, auch die vielen anderen Steine. Sie alle waren perfekt eingesetzt. Bisher hatte er sich nur auf seine Fehler konzentriert und war allem anderen gegenüber blind gewesen. (Geschichte aus dem Buddhismus)


Lade dir am besten gleich mein Workbook „Meine Morgenroutine – gelassen und motiviert in den Tag starten!“ herunter.


Melde dich für ein kostenloses Erstgespräch an: Dabei sehen wir uns deine Themen in Ruhe an und versuchen eine für dich individuell passende Lösung zu finden. Gemeinsam findet wir einen Weg aus der Perfektionismus-Falle.

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