Wie du das Gedankenkarussell stoppst, bevor es Richtung Burnout geht

 

 

Es ist kurz nach zehn Uhr Abned, die Ruhe ist angekommen, die Küche schaut aus wie nach einem Erdbeben, und eigentlich könntest du dich jetzt hinsetzen. Machst du aber nicht, weil in deinem Kopf schon die To-Do-Listen für Morgen rattern: Elternabend, das Mail an die Kollegin, das ich seit Dienstag vor mir herschiebe, der volle Wäschekorb, und irgendwo dazwischen die Frage, wann du eigentlich zum letzten Mal was nur für dich gemacht hast.

 

Früher hab ich geglaubt, mein Problem ist die Zeit, dass ich zu wenig Stunden zur Verfügung habe für zu viele Aufgaben. Außerdem habe ich Zeitmanagement-Tipps gelesen. Prioritäten setzen, Tagesplan schreiben, Zeitdiebe eliminieren. Klingt alles vernünftig, hat bei mir aber nichst geändert, weil der eigentliche Stress nämlich nicht im Kalender sitzt, sondern im Kopf.

 

Warum dich nicht die To-do-Liste fertig macht, sondern das Gedankenkarussell?

Du kannst den perfektesten Wochenplan der Welt haben, wenn dein Kopf nie Pause macht, bist du trotzdem erschöpft. Man nennt das Mental Load, dieses ständige Mitdenken, Vorausplanen, Dran-Erinnern. Alles das, was niemand sieht, keiner bedankt sich dafür, und es hört nicht auf, nur weil du dich hinlegst.

Genau da beginnt die Überforderung. Es sind selten die großen Dinge, die meisten sind es hundert kleine Dinge, die alle gleichzeitig nach dir rufen.

 

Überforderung, Erschöpfung, Burnout: Wo stehst du gerade?

 

Nicht jeder stressige Tag ist gleich ein Burnout, aber Stress, der nicht mehr weggeht, ist ein Warnsignal. Beantworte dir diese Fragen mal ehrlich:

 

▪️Schläfst du schlecht, obwohl du todmüde bist?
▪️Ist da kaum noch Freude, auch bei Dingen, die dir früher gutgetan haben?
▪️Gehst du bei Kleinigkeiten in der Luft und hast danach ein schlechtes Gewissen?
▪️Hast du das Gefühl, du funktionierst nur noch?


Wenn du bei mehreren Fragen innerlich nickst, nimm das ernst. Chronischer Stress geht auf den Körper, mit Schlafstörungen und einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme, und er geht auf die mentale Gesundheit, bis hin zu Angstzuständen und Depressionen. Burnout betrifft übrigens nicht nur den Job, und in der Forschung gibt's dafür sogar einen eigenen Begriff: Eltern-Burnout.

 

Wenn du merkst, dass du allein nicht mehr rauskommst, hol dir Unterstützung. Bei deiner Hausärztin, einer Psychotherapeutin oder einer Beratungsstelle. 

 

Buche dir ein unverbindliches kostenloses Erstgespräch über meinen Online-Kalender.  Suche dir einen Termin und reserviere dir gleich deinen Platz. 

 

5 Wege raus aus der Dauerüberforderung

 

 

1. Nicht alles ist wichtig. 

Ich weiß, es fühlt sich so an. Frag dich in der Früh: Welche zwei, drei Dinge müssen heute wirklich passieren? Der Rest ist Draufgabe, und ja, manchmal heißt das, dass die Wäsche liegen bleibt. Die Welt wird davon nicht davon nicht untergehen.

 

2. Planen Sie in Blöcken statt in endlosem Zuhören

Eine To-do-Liste mit 27 Punkten motiviert niemanden. Sie zeigt dir nur jeden Abend, was du wieder nicht geschafft hast. Probier stattdessen dir Zeitblöcke in deinen Alltag einzuplanen. Vormittag Arbeit, Nachmittag Kinder, und dazwischen ein Block, der nur dir gehört, der ist das Wichtigste. Auch wenn's nur 15 Minuten sind. Schreib ihn rein wie einen Arzttermin, den sagst du ja auch nicht ab, nur weil die Spülmaschine voll ist.

 

 

3. Abgeben und Nein sagen

Viele von uns haben gelernt: Wenn ich es nicht mach, macht es keiner, oder noch schlimmer: Wenn ich es nicht selbst mache, wird es nicht gut. Beides hält dich in der Überforderung fest.

Gib Dinge ab, an den Partner, die Kinder, die Oma, auch wenn die Jause dann anders ausschaut als bei dir, oder die Wäsche anders zusammen gelegt ist.
Und üb das Nein-Sagen, zum dritten Kuchen fürs Schulfest zur Zusatzaufgabe im Job, die eh wieder bei dir landet. Ein Nein zu anderen ist oft ein JA zu dir.

 

4. Das Gedankenkarussell stoppen: Raus aus dem Kopf, rauf aufs Papier

Das ist mein liebster Tipp, weil er so einfach ist, und ich selber oft anwende.
Nimm dir am Abend fünf Minuten und schreibe alles auf, was dir im Kopf herumschwirrt, ungeordnet und ohne Bewertung. Termine, Sorgen, die Sache mit der Schwiegermutter, alles. Dein Kopf muss sich das dann nicht mehr merken, es steht ja da, schwarz auf weiß. Klingt einfach, wirkt aber. Leg den Zettel aufs Nachtkästchen, und lass ihn bis morgen liegen.
Und wenn's tagsüber im Kopf rattert, atme tief in den Bauch, länger aus als ein, 3x, oft reicht das schon, damit dein Nervensystem kurz runterfährt.

 

5. Zeitdiebe finden (die echten)

Klar, Instagram kann ein Zeitfresser sein, sag ich, obwohl ich selbst dort poste. Aber schau genauer hin. Scrollst du, weil's dich freut, oder weil du so fertig bist, dass du einfach nur abschalten willst? Oder weil du dich von etwas ablenken willst. Das Handy ist nicht das Problem, es zeigt dir nur, dass dir echte Pausen fehlen.

Andere Zeitdiebe sind leiser: Perfektionismus. Alles kontrollieren. Ständig erreichbar sein. Also dir einen davon aus und schau diese Woche, wo du ihn ein bisschen kleiner machen kannst.

 

Stress und Glück: Geht das überhaupt zusammen?

 

Seien wir ehrlich, ein Leben ganz ohne Stress gibt es nicht, schon gar nicht mit Kindern. Stress und Glück schließen sich auch gar nicht aus, das Problem ist die Daueranspannung, Überforderung und der Dauerstress.

Wenn du ständig unter Strom stehst, hast du weniger Geduld. Mit den Kindern, mit deinem Partner, mit dir selbst. Du streitest schneller, schaffst weniger und fühlst dich dadurch noch gestresster. Das ist ein Kreislauf, aus dem du nur rauskommst, wenn du ihn bewusst unterbrichst. 

Dafür brauchst du keine Stunde Yoga am Tag. Du brauchst kleine Dinge, die wirklich in deinen Alltag passen. ✨Das Häferl Kaffee, das du warm trinkst. ✨Fünf Minuten am Fenster. ✨Ein Spaziergang ohne Handy.

 

 

Dein erster Schritt, heute noch

▪️Such dir aus diesem Artikel genau eine Sache aus, nicht alle aufeinmal. udd probier es in den nächsten Tagen aus. Du musst nicht dein ganzes Leben umkrempeln, damit du wieder mehr Leichtigkeit spürst. Du darfst nur irgendwo anfangen.

▪️Hol dir das kostenlose PDF „Stress lass nach – Hallo Glück!“ Mein 15-seitiges Mini-Workbook für dich als Geschenk.

 

➡️MINI-WORKBOOK „STRESS LASS NACH – HALLO GLÜCK!“

 

Wenn du mehr Impulse für genau solche Tage willst, schau auf Instagram bei @ deineglueckstankstelle vorbei.

Melde dich für meinen „Glücks-Newsletter“ an, oder hör dir meinen Podcast „Dein Glücks-Newsletter“  an.

 

 

 

 

0
Feed

Einen Kommentar hinterlassen

Informationen zu Cookies und Datenschutz

Diese Website verwendet Cookies. Dabei handelt es sich um kleine Textdateien, die mit Hilfe des Browsers auf Ihrem Endgerät abgelegt werden. Sie richten keinen Schaden an.

Cookies, die unbedingt für das Funktionieren der Website erforderlich sind, setzen wir gemäß Art 6 Abs. 1 lit b) DSGVO (Rechtsgrundlage) ein. Alle anderen Cookies werden nur verwendet, sofern Sie gemäß Art 6 Abs. 1 lit a) DSGVO (Rechtsgrundlage) einwilligen.


Sie haben das Recht, Ihre Einwilligung jederzeit zu widerrufen. Durch den Widerruf der Einwilligung wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Sie sind nicht verpflichtet, eine Einwilligung zu erteilen und Sie können die Dienste der Website auch nutzen, wenn Sie Ihre Einwilligung nicht erteilen oder widerrufen. Es kann jedoch sein, dass die Funktionsfähigkeit der Website eingeschränkt ist, wenn Sie Ihre Einwilligung widerrufen oder einschränken.


Das Informationsangebot dieser Website richtet sich nicht an Kinder und Personen, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.


Um Ihre Einwilligung zu widerrufen oder auf gewisse Cookies einzuschränken, haben Sie insbesondere folgende Möglichkeiten:

Notwendige Cookies:

Die Website kann die folgenden, für die Website essentiellen, Cookies zum Einsatz bringen:


Optionale Cookies zu Marketing- und Analysezwecken:


Cookies, die zu Marketing- und Analysezwecken gesetzt werden, werden zumeist länger als die jeweilige Session gespeichert; die konkrete Speicherdauer ist dem jeweiligen Informationsangebot des Anbieters zu entnehmen.

Weitere Informationen zur Verwendung von personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit der Nutzung dieser Website finden Sie in unserer Datenschutzerklärung gemäß Art 13 DSGVO.