14/09/2026 von Andrea Röcklinger 0 Kommentare
6 Übungen für ein stabiles Selbstwertgefühl - besonders für erschöpfte und überforderte Frauen und Mütter
Erschöpfung, Überforderung, Überlebensmodus - wer kennt das nicht
Erschöpfte Frauen und Mütter tragen oft nicht nur die sichtbaren Aufgaben des Alltags, sondern auch eine unsichtbare Last, die als Mental Load bezeichnet wird. Mental Load umfasst die unzähligen mentalen Aufgaben und Verantwortlichkeiten, die damit verbunden sind, den Alltag zu organisieren und zu koordinieren. Von der Planung der Mahlzeiten über die Organisation von Terminen bis hin zur Verwaltung des Familienbudgets – die Liste der mentalen Aufgaben ist endlos.
In diesem Blog-Beitrag gebe ich dir Tipps und Impulse mit, wie du aus dieser Abwärts-Spirale von Überlastung, mentalen Aufgaben und ständigem Druck aussteigen kannst. Und welche positiven Auswirkungen diese Tipps und Impulse auf deine Zufriedenheit, und das Glück im Alltag, haben.
„Wenn ich es nicht mache, macht es keiner“, denken sich viele Frauen. Es sind die vielen kleinen Aufgaben, die zur psychischen Überlastung führen. Der Kühlschrank sollte gefüllt sein, täglich am Morgen die Jausenbrote herrichten, die Waschmaschine einschalten, den Kindergeburtstag vorbereiten, ein Geschenk für die Schwiegermutter besorgen, und noch viele solche angeblichen „Kleinigkeiten“, bringen schlussendlich die Überforderung mit sich.
Die Auswirkungen mentaler Überforderung auf erschöpfte Frauen und Mütter können enorm sein. Es kann zu chronischem Stress, Erschöpfung und Überlastung führen, da sie ständig darauf bedacht sind, alle Aufgaben im Blick zu behalten und nichts zu vergessen. Oftmals fühlt sie sich alleine gelassen mit dieser Last, da sie das Gefühl haben, alles selbst erledigen zu müssen.
Die Bedeutung des Selbstwertgefühls für Lebensglück
Ein stabiles Selbstwertgefühl bildet das Fundament für ein erfülltes Leben. Es ermöglicht es uns, uns selbst zu akzeptieren, unsere Stärken und Schwächen anzuerkennen und uns selbst mit Mitgefühl und Respekt zu behandeln.
Für erschöpfte Frauen und Mütter ist ein gesundes Selbstwertgefühl besonders wichtig, da es ihnen hilft, die Herausforderungen des Alltags besser zu bewältigen und sich selbst nicht zu vernachlässigen.
Praktische Tipps zur Stärkung des Selbstwertgefühls
1. Selbstfürsorge als oberste Priorität
Erschöpfte Frauen und Mütter sollten sich bewusst Zeit für sich selbst nehmen und ihre eigenen Bedürfnisse ernst nehmen. Ob es sich um einen entspannenden Spaziergang, eine Tasse Tee oder eine Yoga-Stunde handelt – Selbstfürsorge sollte oberste Priorität haben. ÜBUNG: Finde heraus, was dir besonders Spaß macht, was dich in den sogenannten Flow-Zustand bringt. Flow ist ein Begriff aus der Positiven Psychologie. Er umschreibt eine Situation, in der du alles um dich herum vergisst. Du kannst dir das vorstellen, wenn du einem Kleinkind beim Spielen zusiehst. Wenn es etwas gerne macht, lässt es sich unmöglich davon wegbringen.
2. Grenzen setzen und Hilfe annehmen
Es ist wichtig, klare Grenzen zu setzen und sich nicht zu überfordern. Erschöpfte Frauen und Mütter sollten lernen, um Hilfe zu bitten und Unterstützung von anderen anzunehmen. Es ist keine Schwäche, um Hilfe zu bitten, sondern ein Zeichen von Stärke und Selbstfürsorge. ÜBUNG: Kennst du deine eigenen Grenzen? Wichtig ist, dass du diese Grenzen deinem Umfeld kommunizierst. Sie werden deine persönlichen Grenzen immer wieder überschreiten, wenn du sie selbst nicht kennst, und vor allem ihnen nicht mitteilst.
3. Mini-Urlaube in den Alltag einplanen
Sogenannte Mini-Urlaube sind wie ein kurzer Ausflug aus dem stressigen Alltag. Indem wir regelmäßig Mini-Urlaube in den Alltag integrierst, können wir Stress reduzieren, die Batterien aufladen und ein Gefühl der Erneuerung und Erfrischung erleben - auch wenn es nur für kurze Zeit ist. ÜBUNG: Schreibe die bewusst deine Mini-Urlaub in deinen Termin-Kalender, oder auf deine To-Do-Liste auf. Markiere dir auch die Zeit, und halte dich an diesen Termin, genauso wie du jeden anderen Termin wahrnimmst.
4. Gesunden Umgang mit Perfektionismus
Vieles von dem, was wir tun möchten, fangen wir deshalb erst gar nicht an, weil wir Angst davor haben, dass es nicht gut genug sein könnte. Es wird immer etwas geben, was wir anders oder "besser" machen könnten. Aber das ist ok. Gerade unsere "Schwächen" und "Fehler" verbinden uns mit anderen Menschen und machen authentisch und sympathisch. ÜBUNG: Nimm eine andere Perspektive ein Beame dich aus der Situation heraus und stelle dir folgende Fragen: Ist es wirklich nötig, so hohe Ansprüche zu stellen? Was wäre das Schlimmste, das passieren könnte, wenn ich es gelassener angehe?
5. Nicht für alles verantwortlich fühlen
Es ist essentiell komplette Verantwortung für einen oder mehrere Aufgabenbereiche abzugeben! Es bring nichts, nur einzelne Aufgaben zu delegierst. Und nachdem man Aufgaben-Prozesse verteilt und Verantwortung abgegeben hat, ist es wichtig, wirklich loszulassen. Denn wenn wir trotzdem weiterhin daran denken, bleibt man in der Mental Load Falle sitzen. ÜBUNG: Schreibe dir alle TO-DO`s, die du täglich/wöchentlich erledigst auf einer Liste auf. Und dazu zählen vor allem jene, an die du "nur" denkst, auch dazu. Überlege dir, wer welche Aufgabe übernehmen könnte, ohne dass du wieder daran denken musst.
6. Positiver Tagesrückblick
Das Schreiben eines Tagebuchs kann uns helfen, uns selbst besser kennenzulernen und unsere Gedanken und Gefühle zu reflektieren. Es kann uns dabei unterstützen, unsere Ziele und Träume zu definieren und dabei, sie auch zu erreichen. Es kann außerdem dazu beitragen, unsere Kreativität und Produktivität so richtig freizusetzen. ÜBUNG: Folgende Fragen können helfen, den Tag positiv und entspannt:
Wofür bin ich heute dankbar?
Was waren heute meine persönlichen Glücksmomente?
Worauf bin ich besonders stolz?
Worauf freue ich mich morgen?
☀️Was gibt es noch Wichtiges zu sagen?
✨Eine Affirmation die mir mich begleitet
Um dem Mental Load, und der Überforderung des Alltags entgegenzuwirken, ist es wichtig, Unterstützung einzufordern und Aufgaben zu delegieren . Eine partnerschaftliche Aufteilung der Aufgaben im Haushalt und bei der Kinderbetreuung kann dazu beitragen, die Last auf mehrere Schultern zu verteilen und den Stress zu reduzieren.
Außerdem ist es wichtig, Prioritäten zu setzen und nicht alles perfekt machen zu wollen. Es ist in Ordnung, auch mal Dinge liegen zu lassen und sich eine Auszeit zu gönnen. Indem sie lernen, ihre Mental Load zu reduzieren und Unterstützung anzunehmen, können erschöpfte Frauen und Mütter mehr Zeit für sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse schaffen.
WICHTIG
Denke daran, dass Selbstfürsorge nicht egoistischer ist, sondern ein Teil der Selbstliebe und Selbstachtung. Indem du für dich selbst sorgst, stärkst du nicht nur dein psychisches und physisches Wohlbefinden, sondern auch die Beziehungen zu denen um dich herum. Denn nur wenn es dir gut geht, kannst du auch für andere da sein.
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